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Judo

Jigoro Kano gründete 1882 die erste Judo-Schule. Er hatte erkannt, dass es sinnvoller ist, im Trainingspartner keinen Gegner zu sehen, den man vernichten muss. Er lehrte ein System, aus dem alle Schlag- und Stoßtechniken herausgenommen wurden, die zu schweren Verletzungen oder Schlimmerem führen konnten. Dieses System enthielt einen umfassende Erziehung mit Komponenten der Disziplin und der Achtung des Partners.

Er nannte es Judo:
JU sanft, nachgeben
DO Weg,

Prinzip Judo: „Der sanfte Weg“

Im Sinne von Jigoro Kano ist Judo der Transfer der Grundsätze von „DER sanfte Weg“ auf alle Gebiete des menschlichen Lebens. Judo ist im weitesten Sinne ein Studium und eine Übungsmethode für Geist und Körper. In Deutschland gründete Alfred Rhode 1920 in Frankfurt den ersten Judoverein, in anderen Städten entstanden ebenfalls Übungsstätten. Regelmäßiges Judotraining erzieht zu Rücksichtnahme, schnellem Handeln, fördert das Selbstvertrauen und ist echtes Fitnesstraining. Die körperliche Auseinandersetzung mit dem Partner (nach strengen Regeln) formt den Charakter, fördert die Konzentration und das Wohlbefinden.

Der Judo-Sport basiert auf japanischer Kultur und Philosophie.
Die Judo-Abteilung des SV-Menden bietet „Schnupperkurse“ zum Ausprobieren.
Schauen Sie doch einfach an einem Trainingsabend in der Sporthalle Josefschule vorbei.


Trainingszeiten
Wochentag Wer Wo Wann
Montag Jugendliche bis 14 Jahre Josefschule, Werringser Str. 4, 58706 Menden 17:30 bis 19:30
Montag Senioren Josefschule, Werringserstr. 4, 58706 Menden 20:00 bis 22:00
Donnerstag Jugendliche bis 14 Jahre Josefschule, Werringserstr. 4, 58706 Menden 17:30 bis 19:30
Donnerstag Senioren Josefschule, Werringserstr. 4, 58706 Menden 20:00 bis 22:00

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Hintergrundwissen Judo

  • Geschichte

    Entwickelt hat sich Judo aus dem viel älteren Jiu-Jitsu, das hat nichts mit Ju Jutsu zu tun. Jiu-Jitsu heißt in etwa sanfte Kunst. Enthalten sind Techniken, die auf die Samurai im aristokratischen Japan des 4. bis 12. Jahrhunderts zurückgehen. Hierzu zählen Würfe, Schlag- und Tritttechniken, Würgen, Verdrehen von Gelenken, Stechen und Festhalten. Im feudalistischen Japan entwickelten sich ab der Edo-Zeit (1603-1868) unterschiedliche Schulen und damit Stile. Ab 1868 drohten, nach der Öffnung nach Westen, die Kampfkünste in Vergessenheit zu geraten. Kano, der bei den wichtigsten Jiu-Jitsu-Meistern gelernt hatte, suchte das zugrunde liegende Prinzip all dieser Techniken. Er legte zwei Grundsätze fest: „JU“ steht für Sanftheit und Nachgeben, „DO“ bedeutet Weg oder Prinzip. Sanfter Weg oder Weg des Nachgebens, um letztlich den Sieg davonzutragen wurden 1882 zur Grundlage der Gokyo ( 40 Grundwürfe ). Hiermit wollte er als Hochschullehrer seine „faulen“ Schüler wieder in Form bringen. Damit traf er den Zeitgeist im wieder stärker vom Kaiser beeinflussten Japan. 1882 gründete Kano seine eigene Schule, das Kodokan (Haus zum Erlernen des Weges). Er begann von dort aus die Verbreitung seiner Lehren, die eng mit der buddhistischen Religion verknüpft waren. Sämtliche unmittelbar tödlichen Techniken wurden ausgeklammert. Schlag- und Tritttechniken, sowie Angriffe auf Finger und Fuß- und Beingelenke wurden aus dem Trainingsprogramm verbannt. Fallübungen wurden gelehrt, außerdem bestand fortan die Möglichkeit im Kampf aufzugeben. Das Training fand auf Strohmatten (Tatami) statt, um die Verletzungsgefahr zu senken. Kano legte Judo als umfassende Schulung für Körper und Geist an. Neben dem Erhalt von Traditionen ging es ihm um Ruhe und Konzentration. Ab 1890 wurde Judo auf Anordnung des Kaisers Pflichtfach an japanischen Schulen, es wurde mit militärischem Drill gelehrt, daher dauerte es nach dem zweiten Weltkrieg einige Jahre, bis Judo wieder als Sport erlaubt war. Auch in Deutschland war jeglicher Kampfsport auf Beschluss der Alliierten untersagt. Erst als diese das Verbot wieder aufhoben, erlebte Judo einer steilen Aufschwung.

  • Ziele

    Körperbeherrschung und Selbstvertrauen: Judo fördert Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Körperbeherrschung. Ein weiterer Punkt ist die Fallschule. Hier wird gelehrt, wie man fallen kann, ohne dass größere Verletzungen auftreten. Der Judoka soll nach dem "Prinzip der größten Wirksamkeit" handeln, d.h. man kann einem körperlich überlegenen Gegner mit aller Kraft entgegenstehen und durch geschickte Körperbeherrschung und Körpereinsatz die Kraft des anderen für sich positiv nutzen. Beispielsweise durch das Prinzip "Siegen durch Nachgeben". Dieses Prinzip kann auf allen menschlichen Gebieten angewandt werden und dient zur Vervollkommnung der intellektuellen und moralischen Kraft und fördert das Selbstvertrauen. Hilfsbereitschaft und Achtung: Gegenseitiges Helfen und Verstehen regeln das Verhalten der Judokas auf der Matte untereinander. Judo ohne Partner ist undenkbar, da die verschiedenen Techniken im Stand und auf dem Boden nicht alleine ausgeführt werden können. Durch die Verbeugung vor dem Gegenüber drückt man Respekt und Achtung aus. Man zeigt, dass man die Regeln beachtet und dem Partner keinen Schaden zufügen will. Bei jedem Training wird bei einem neuen Trainingspartner, der vorherige mit einer Verbeugung verabschiedet und damit der Dank für das gemeinsame Üben ausgedrückt. Bei dem neuen Partner gilt es als Dank, weil er sich für die Übungen zur Verfügung stellt. Im Wettkampf bedeutet der Gruß zum Partner und zum Kampfrichter zweierlei aus: Respekt gegenüber dem Partner und Beachtung der Regeln und der Entscheidungen des Kampfrichters. Konzentration: Die Schüler sitzen den Trainern gegenüber. Danach erfolgt das Angrüßen. Zu Beginn des Trainings sammelt man sich, um die Gedanken voll auf das Training zu wenden. Alle Gedanken, die nicht mit dem Judo in Verbindung stehen, sollen von Training ausgeschlossen werden. Während des Trainings konzentriert man sich auf den Trainer und die Übungen. Nach dem Training wird gemeinsam abgegrüßt. Fünf Prinzipien des Judo: 1. Höflichkeit 2. Einem Druck muss man nachgeben. 3. Einem Zug muss man nachgeben. 4. Das Gleichgewicht muss gebrochen werden. 5. Sorge um die Gesundheit des Partners.

  • Techniken

    Im Judo gibt es die Übungen RANDORI und KATA. Die Kata ist eine Abfolge von vorbereiteten Techniken, so dass jeder Übende vorher genau weiß, was sein Partner machen wird. Die Kata ist die darstellende Form des Judo. Das Randori ist ein freier Übungskampf nach vorgeschriebenen Regeln: die Kämpfenden können jede Technik anwenden, jedoch vorsichtig, um sich nicht zu verletzen und müssen Fairness und Respekt gegenüber ihrem Gegner wahren. Das Randori kann neben der Anwendung der erlernten Techniken auch zur Konditionssteigerung verwendet werden. Grundlage des Judo ist die Fallschule. Das ist die Technik des Fallens nach allen Seiten, ohne sich zu verletzen. Man erlernt die Fallschule noch vor den ersten Wurf und frischt sie immer wieder auf. Die Würfe, mit denen der Judoka gegen seinen Gegner kämpft, basieren auf den Grundlagen des Gleichgewichtbrechens und physikalischen Hebelwirkungen. Man gebraucht folgende Techniken: Wurftechniken (Nage-Waza) Handtechniken (Te-Waza) Selbstfalltechniken (Sutemi-Waza) Kontrolltechniken (Katame-Waza) Hebeltechniken (Kansetsu-Waza) Fußtechniken (Ashi-Waza) Hüfttechniken (Koshi-Waza) Haltetechniken (Osaekomi-Waza) Würgetechniken (Shime-Waza)

  • Graduierungen

    Jede Gürtelfarbe signalisiert einen Grad, der durch eine Prüfung erreicht werden kann. Graduierung und Farbe der Schülergrade: Grad Farbe Mindest-Alter 8. Kyu weiß-gelb 7 Jahre 7. Kyu gelb 8 Jahre 6. Kyu gelb-orange 9 Jahre 5. Kyu orange 10 Jahre 4. Kyu orange-grün 11 Jahre 3. Kyu grün 12 Jahre 2. Kyu blau 13 Jahre 1. Kyu braun 14 Jahre 1. Dan schwarz: 16 Jahre mit Wettkampferfolgen 18 Jahre ohne Wettkampferfolge bei mindestens einem Kampfrichtergrundlehrgang, sowie einem Trainerlehrgang

Sporthalle Josefschule

Gesichter beim Judo

Reinhard Junge

Fachwart Judo

Manuel Beuke

Jugendwart / Trainer-Assistenz

Klaus-Jürgen Sieberg

Kassenwart / Pressewart / Trainer

Hubert Schäfer

Trainer C